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Begründung der Jury
Hineingeboren in das System der Apartheid, die er als vernünftig und
gottgegeben mitträgt, sucht der Gefängniswärter James Gregory nach
bürgerlicher Sicherheit in seiner Familie und nach beruflicher
Karriere: Überzeugt von der Grausamkeit der Schwarzen und ihren
Absichten, die Weißen aus Südafrika verjagen zu wollen, wird er in
einer neuen Aufgabe als Zensor mit dem Häftling Nelson Mandela und dessen
Mitgefangenen auf der berüchtigten Gefängnisinsel Robben Island
konfrontiert.
Beeindruckt von der Gedankenwelt und der Menschlichkeit Mandelas und
der brutalen Gewalt, der die Häftlinge tagtäglich ausgesetzt sind,
beginnt im Kopf und im Herzen James Gregorys ein Prozess der
Veränderung, der ihn und seine Familie vor existentielle
Herausforderungen stellt.
Ein Film, der auf einer wahren Geschichte beruht und uns zeigt, dass
auch im starrsten System und unter großem Druck Zivilcourage wachsen
kann, die aus einem Mittäter einen selbstständig denkenden und
handelnden Menschen werden lässt: eine Ermutigung.
Mitglieder der Jury sind:
Harriet Eder, Christoph Heubner, Wilma Pradetto, Monica Chana
Puginier,
Simone Schmollack, Michael Schorr, Marianne Wündrich-Brosien
Der Friedensfilmpreis ist mit 5.000 Euro und einer Plastik des
Künstlers Otmar Alt dotiert. Das Preisgeld stellt die
Heinrich-Böll-Stiftung. Die Schirmherrschaft liegt bei der
Internationalen Vereinigung der Ärzte für die Verhütung des
Atomkrieges,
Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Trägerin des
Friedensnobelpreises 1985. |